St. Pankratiuskirche zu Störmede
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Aussprache: Allein die Aussprache des Plattdeutschen soll zu einer adäquaten Schreibweise führen, die "Schreibung" muss dabei der "Lautung" entsprechen!
Für eine große Zahl eigentümlicher plattdeutscher Lautverbindungen, besonders bei Doppellauten, kennen wir keine allgemein gültigen Schriftzeichen. Diese Laute tragen jedoch in allererster Linie zur Ausdrucksschönheit unserer Mundart bei. Auf einige dieser Besonderheiten wird weiter unten eingegangen.
Manchmal wird einem Selbstlaut ein zweiter hinzugefügt. Dieser klingt - als "Einschiebsel" - leise nach, er lässt dem ersten Selbstlaut meist das "Vorrecht" im Ton!

Von "Lautung" und "Schreibung"
Der Klang der Wörter bestimmt die Verwendung der Buchstaben zur Darstellung eines Begriffs. Damit wird - auch beim Lesen - die rechte Aussprache, die "Sinngebung" des Wortes erreicht.

Beispiele der durch unterschiedliche "Schreibung" bedingten Aussprache bzw. Betonung einiger Wörter und damit unterschiedlicher Bedeutungen der Ausdrücke -
z.B. bei : eu ( kurz gesprochen ) oder oi ( lang gespochen )

hoi - er beuten - beißen boiten - einheizen
woi - wer feulen - feilen foilen - fühlen


oder durch Hinzufügung von "nachklingenden" Selbstlauten ("Einschiebsel")

u - a u - e u - i
luawen - loben kuemen - kommen stuiwen - stutzen
Stuawe - Stube huepen - hoffen Tuig - Zeug


© Franz Kemper                                                                                      http://www.stoerme.de

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