St. Pankratiuskirche zu Störmede
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Geschichtliches: In mehr oder weniger abgeschlossenen Lebens- bzw. Herrschaftsräumen konnten sich vormals oft charakteristische Mundarten entwickeln, so auch im Einflussbereich der Herren von Sturmithi ( "Marca Sturmithi" ) und ihrer Nachfolger. Die alte Siedlung Sturmithi / Störmede ist vor den Toren der gleichnamigen mittelalterlichen Burg entstanden, die zum Schutz der karolingischen Fernstraße - des Hellwegs - auf halbem Weg zwischen Soest und Paderborn angelegt war. Die Herren von Sturmithi nahmen über viele Jahrhunderte wichtige politische Aufgaben im östlichen Hellwegraum wahr. Dabei mehrten sie Besitz, Macht und Einfluss. "Sturmithi" wird schon in den ersten Schenkungsurkunden des im Jahr 822 gegründeten Klosters Corvey genannt, als ein "Haulfus in Sturmithi" den Benediktinern an der Weser aus seinem umfangreichen Besitz Teile eines Hofes schenkte. Auch überregional wichtige Ämter wurden diesem Herrschergeschlecht übertragen.
Altsächsischer Herrenhof
So stieg z.B. Albert (II) von Sturmithi, verstorben 1255, bis zum Marschall im Herzogtum Westfalen auf. Die in Störmede ansässigen Adelsfamilien von Sturmithi, von Hörde und von Bocholtz haben über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren in unserer Region starken Einfluss ausgeübt und die Geschicke der Menschen wesentlich mitbestimmt. So haben sie u.a. auch die Entwicklung der Umgangssprache der Bewohner in den vielen Dörfern und Siedlungen in ihrem großen Herrschaftsbereich gelenkt und gefördert. Erst in jüngerer Zeit - seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts - erfolgte dann eine behutsame eigenständige Ausformung des mehr "dörferbezogenen" Plattdeutsch in den größeren Orten des Amtes bzw. ehemaligen Kirchspiels Störmede.


© Franz Kemper                                                                                      http://www.stoerme.de